Landtagsabgeordneter Alexander Bauer lobt Haushaltskonsolidierung, Innenstadtentwicklung und Altrheinaufwertung

Zum politischen Austausch über die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen in Lampertheim trafen sich Bürgermeister Gottfried Störmer und Landtagsangeordneter Alexander Bauer (CDU) im Stadthaus. Neben der Verbesserung der Infrastruktur und der Konsolidierung der Kommunalfinanzen waren dem Bürgermeister die weitere Unterstützung bei der Umsetzung des Förderprogramms Stadtumbau Hessen und die Beihilfe bei der touristischen Entwicklung der Spargelstadt weitere wichtige Anliegen.

Lampertheim habe als Bindeglied zur Metropolregion Rhein-Neckar „eine ideale Lage“ erläutert Störmer die Potentiale seiner Stadt mit Blick auf die Wohn- und Gewerbeentwicklung aber insbesondere auch mit dem Altrhein und den Biedensand, „den es zu zeigen gilt“. Wer hier vorbeikomme, müsse erkennen: „Lampertheim ist die Perle des Rieds“, so Störmer zu seinem Gast aus Bürstadt. „Lampertheim kann mehr als Spargel“, findet auch Bauer und unterstützt die Überlegungen, die touristischen Angebote in der Region zu vernetzen und die Fahrradfreundlichkeit Lampertheims zu verbessern. „Der bevorstehende Aktionstag ‚Lebendiger Altrhein’ ist dafür ein hervorragender Anfang“, findet Bauer. Insgesamt entspreche die Renaturierung von Flüssen und Auen, die Schaffung von Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt und die Kombination mit neuen Akzenten für Freizeit und Erholung genau den Zielen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“, wo Lampertheim weitere Unterstützung generieren könne.

„Politischen Beistand“ signalisierte der Abgeordnete auch bei der Bearbeitung der „Dauerbaustelle Altrheinverlandung“. Hier sei er in die aktuellen Gespräche der Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein (ALA) in Wiesbaden involviert, „da die Stadt den Unterhalt des Altrheins aus eigenen Mitteln nicht leisten kann“, betont Bauer. Auf den Weg gebracht ist mittlerweile die Beantragung von Fördermitteln für die anstehende Sanierung des Biedensand Hallenbads. Hierzu hatte Bauer die Förderrichtlinien des Landes für das Bädersanierungsprogramm SWIM mitgebracht. Positiv begleiten wolle er auch den Zuschussantrag für die Erweiterung der Unterstellmöglichkeiten bei der Feuerwehr in Lampertheim und das Förderanliegen des Reit- und Fahrvereins. Hier stehen turniergerechte Erneuerungen der Reitanlage zu Debatte.

Der Angeordnete informierte sich auch über die Fortschritte im Rahmen des Stadtumbauprogramms, mit denen durch finanzielle Unterstützung des Landes auch Wohnraum im Innenstadtbereich geschaffen werden soll. Mit einem ersten Förderbescheid in Höhe von 291.000 Euro wurde ein integriertes Entwicklungskonzept für den Stadtumbau erarbeitet. Störmer berichtete außerdem, dass im Rahmen der Stadtentwicklung mit dem Neubaugebiet "Gleisdreieck" ein attraktives Wohngebiet mit gemischt strukturierten Wohnformen entwickelt werde. Dazu passe die aktuell beschlossene Beitragsbefreiung von bis zu sechs Stunden in den Kindergärten, welche die Stadt zum 1. August 2018 mit Hilfe der Erstattung vom Land Hessen mit 135,60 Euro pro Kindergartenkind umsetzt. „Durch die Gebührenbefreiung können Familien in den drei Kindegartenjahren bis zu 5.000 Euro einsparen“, betont Bauer.

Störmer sprach mit Bauer auch über die Erleichterungen, die sich Lampertheim durch die Teilnahme an der ‚Hessenkasse‘ der Landesregierung bieten. Durch die Übernahme von Kassenkrediten werde das Stadtsäckel langfristig entlastet. Lampertheim profitiere auch von den steigenden Zuweisungen aus dem Kommunalen Finanzausgleich (KFA). Eine gemeinsame Position gab es auch bei der Trassierung der ICE-Neubaustrecke und der Folgen für die Bestandsstrecken. Beiden Politikern geht es um die Verhinderung der Zerschneidung im Lampertheimer Wald und um die Problematik des wachsenden Güterzugverkehrs und die daraus erwachsende Forderung nach Lärmvorsorge.

„Um als Brückenbauer nach Wiesbaden arbeiten zu können, pflege ich regelmäßig den Austausch allen Bürgermeisten in meinem Wahlkreis. Mit Gottfried Störmer funktioniert das Miteinander sehr professionell und zielorientiert“, bedankt sich Bauer abschließend für die gute Zusammenarbeit, so die Mitteilung über das gemeinsame Treffen.

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