Mit mobiler Streife im Einsatz Alexander Bauer mit auf Nachtschicht bei der Polizei in Lampertheim-Viernheim
Der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer auf Nachtschicht bei der Polizeistation in Lampertheim-Viernheim / Einblicke in die anspruchsvolle Polizeiarbeit erhalten
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| Alexander Bauer war mit der Polizeistreife in seinem Wahlkreis unterwegs |
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LAMPERTHEIM / VIERNHEIM. Aus einer ganz ungewohnten Perspektive lernte der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer (CDU) in dieser Woche Teile seines Wahlkreises kennen. Zwischen 18.30 Uhr und 6.30 Uhr war er mit Polizeioberkommissar Frank Scheuren und der Nachtschicht der Polizeistation Lampertheim-Viernheim im Einsatz. „Als Politiker ist mir die Polizeiarbeit zwar nicht unbekannt, allerdings kennt man sie fast immer aus zweiter Hand. Daher habe ich gerne die Gelegenheit wahrgenommen, unsere Polizeibeamten einmal bei ihrer anspruchsvollen Arbeit zu begleiten“, schildert Bauer seine Beweggründe für einen „Praxistag" bei der Polizei.
Der Abgeordnete war in einem der vier Streifenwagen als Begleiter unterwegs, die für über 90.000 Einwohner in dem Gebiet zwischen Groß-Rohrheim und Viernheim in der Nacht für Sicherheit sorgen. „Dabei ist eine Streifenwagenbesatzung ständig in Viernheim präsent“, weiß Bauer zu berichten. Die zentrale Koordination von Lampertheim sorgt auch in Viernheim für mehr Polizeipräsenz auf der Straße, kennt der Landepolitiker die Diskussion um die Station in Viernheim. „Es ist wohl zu wenig präsent, dass in Viernheim unter der Woche nach wie vor eine dezentrale Ermittlungsgruppe mit 10 Beamten vor von 7 bis 20 Uhr Ansprechpartner der Bürger ist. An Samstagen sind dort von 9 bis 13 Uhr zwei Beamte erreichbar“, erklärt Bauer die Details.
„Verbrecher auf frischer Tat wurden nicht gestellt“, ließ sich der Angeordnete nach der Arbeit entlocken. „Es war für die Polizei eine ganz normale Nacht mit Schlägerei, Diebstahl, Ruhestörung und Einbruch. Für mich war das natürlich alles sehr aufregend“, so Bauer. Weitere Auskünfte über die Erlebnisse in der Nacht auf Streife verbieten sich jedoch, denn bevor es losging, musste der Gast eine Verschwiegenheitserklärung abgeben. „In der Nacht begegnete man ganz normalen Bürgern, aber auch einem speziellen Klientel, mit dem unsere Beamten regelmäßig zu tun haben. Bei allen Begegnungen der Nacht wurde natürlich auf das informelle Selbstbestimmungsrecht der Bürger Rücksicht genommen“, so der Dienstgruppenleiter Scheuren.
„Ich habe einen lebhaften Eindruck des Polizeialltags gewonnen“, bedankte sich Bauer bei den Polizisten der Polizeistation in Lampertheim für die hervorragende Betreuung. „Bewundernswert ist die Ruhe und Souveränität, mit der die Männer der Dienstgruppe den unterschiedlichsten Situationen und Personen freundlich aber bestimmt begegnen. Es sei ja nicht immer leicht, die Stimmung der vorgefundenen Lage sei manchmal schon angespannt oder könne leicht kippen. In der Nacht immer konzentriert zu Werke zu gehen sei ebenfalls nicht einfach. „Mich überkam die Müdigkeit mehr wie einmal“, gab er offen zu. Die Beamten müssten dann noch in der Nacht ihre Einsatzberichte schreiben und anderen Papierkram erledigen. „Da bleibt häufig keine Zeit für echte Pausen“, kennt Bauer jetzt die internen Abläufe.
Die erfolgreiche Arbeit der Polizei vor Ort spiegelt sich dann aber in den aktuellen Statistiken wieder. So ist der Kreis Bergstraße derzeit so sicher wie nie im vergangenen Vierteljahrhundert. Die Zahl der Straftaten im Kreis ist mit 11 045 Fällen im Jahr 2009 auf den niedrigsten Stand in den vergangenen 25 Jahren gefallen. Gleichzeitig erreichte die Aufklärungsquote mit 56,6 Prozent den zweithöchsten Stand nach einem Höchstwert von 58,0 Prozent im Jahr 2008. Die Ausstattung der Einsatzkräfte ist auf einem zeigemäßen Niveau. Hessens Polizei gilt bundesweit als die am besten ausgebildete, bezahlte und ausgestattete Polizei der Bundesländer. In den Gesprächen mit den Beamten der Dienstgruppe wurde die Verbesserung der Ausrüstung, insbesondere der neuen blauen Dienstkleidung, durchaus anerkannt. Technik und Fuhrpark sind in der Station in Lampertheim ebenfalls auf gutem Niveau. Die vorhandenen Personalstellen auf der Dienststelle sind mittlerweile alle besetzt. Lediglich die hohe Arbeitsbelastung – in Hessen müssen die Polizeibeamten 42 Stunden ableisten – wurde von den Kollegen beklagt. Ebenso, dass die Einführung des Digitalfunks noch auf sich warten lässt. Teilweise müssen die Polizeibeamten in Funklöchern ihre privaten Handys zur Kommunikation nutzen.
In seinem Fazit war Alexander Bauer überaus dankbar für die Einblicke, die er mitnehmen konnte: „Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung durch unsere Polizei ist ein wesentliches Element des Rechtsstaates. Damit ist die Arbeit der Polizei ein maßgeblicher Einflussfaktor für die Lebensqualität vor Ort.“ Und auch Polizeioberkommissar Scheuren freute sich über die Wertschätzung, die der Abgeordnete der Arbeit seiner Beamten mit diesem nächtlichen Einsatz zum Ausdruck brachte. |